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Warum OTSM auf BPMN verzichtet – und Ihre Prozesse davon profitieren

👤info@otsm.work
10. Februar 2026📖 6 Min. Lesezeit

BPMN hat über 100 Symbole und erfordert Schulungen. Aber wie viele Ihrer Mitarbeiter können es wirklich lesen? OTSM setzt auf EVA-Prinzip: Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe. Simpel. Effektiv.

Warum OTSM auf BPMN verzichtet – und Ihre Prozesse davon profitieren

Das Problem mit der Notation

BPMN – Business Process Model and Notation – ist ein mächtiger Standard mit über 100 Symbolen, präziser Semantik und einem Regelwerk, das Schulungen, Zertifizierungen und spezialisierte Software voraussetzt. Das klingt professionell. Und genau da liegt die Falle.

Die unbequeme Frage: Wie viele Ihrer Mitarbeiter können ein BPMN-Diagramm wirklich lesen – mit Gateways, Lanes, Intermediate Events und Message Flows? Und wie viele davon haben es danach tatsächlich in ihrer täglichen Arbeit genutzt?

BPMN-Diagramme werden in der Praxis von Spezialisten erstellt und von Spezialisten gelesen. Der Rest der Organisation arbeitet weiter wie bisher. Und Deliverables – die greifbaren Arbeitsergebnisse eines jeden Schritts – sind im BPMN-Standard schlicht nicht vorgesehen.

Zurück zu dem, was funktioniert: EVA-Prinzip

Die Grundlage jedes Prozesses ist so alt wie die Informatik selbst: Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe. Das EVA-Prinzip, abgeleitet aus der Von-Neumann-Architektur, beschreibt alles, was ein Prozessschritt leisten muss.

OTSM setzt genau hier an. Auf der Activity-Ebene bilden wir Prozesse so ab, wie Menschen sie tatsächlich denken: Was kommt rein? Was passiert damit? Was muss am Ende vorliegen? Jede Aktivität hat definierte Eingaben, eine klare Verarbeitung und benannte Deliverables als Ausgabe.

Das erfordert kein Spezialwissen. Das erfordert keine zertifizierten Modellierer. Das erfordert keine Software, die mehr kostet als das Problem, das sie lösen soll.

Was dabei nicht verloren geht

Die Intention von BPMN – Geschäftsprozesse standardisiert und maschinenlesbar zu beschreiben – ist legitim. Aber Intention und Wirkung sind zweierlei.

In der Realität mittelständischer Unternehmen entscheidet nicht die Notationstreue über den Erfolg eines Prozesses, sondern ob die Menschen, die ihn ausführen, ihn verstehen und anwenden. Ein Prozessmodell, das im Schrank liegt, weil es ohne Experten nicht zu lesen ist, hat keinen Wert – egal wie normkonform es ist.

Die ehrliche Abwägung

Wenn Ihr Unternehmen BPMN produktiv einsetzt und die Mitarbeiter damit arbeiten – behalten Sie es bei. Kein Werkzeug ist per se falsch.

Aber wenn Ihre BPMN-Modelle hauptsächlich in Audits gezeigt und danach wieder geschlossen werden – dann ist es Zeit, den Zweck über die Notation zu stellen. Ein Prozessmodell muss drei Dinge leisten: Es muss reichen. Es muss helfen. Und jeder muss es verstehen und bedienen können.

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